Freileitungsmast (Strommast)

Ein Freileitungsmast ist das Stahlgerüst, das die stromführenden Leiterseile einer Hochspannungsleitung über dem Boden hält. Im Alltag heißt er Strommast; ganz oben läuft das Erdseil als Blitzableiter mit.Q5

Das Wichtigste in Kürze

  • Die APG hat nicht festgelegt, wie die Masten aussehen — und sagt es selbst. Im Vorhabenskonzept steht: Mastbild — die Form des Masts — und Abmessungen würden erst mit den Einreichunterlagen und in der Detailkonstruktion endgültig festgelegt.Q1 Beurteilen soll man ein Bauwerk, dessen Größe der Bauherr offenlässt.
  • Für Kärnten berichtet sind 60 bis 90 Meter — vom ORF, nicht aus einer Projektunterlage.Q4 Die Spanne beginnt dort, wo Deutschlands höchste Standardbauform endet (Tonnenmast rund 61 Meter).Q3
  • Eine Mastanzahl existiert noch nicht — die APG legt die Standorte erst fest.Q7

Was gilt

Belegte Fakten

Was ist der Unterschied zwischen Tragmast und Abspannmast?

Ein Tragmast hält die Seile nur. Ein Abspannmast nimmt zusätzlich ihre Zugkräfte auf und ist deshalb stabiler gebaut; an Trassenknicken heißt er Winkelabspannmast.Q2

Was ist ein Donaumast?

Der Donaumast ist der Standardmast einer 380-kV-Doppelleitung; so bezeichnet ihn das E-Control-Gutachten zur Salzburgleitung.Q2 Er ist der höhere und schmalere Typ, der Einebenenmast der flachere und breitere — deutsche Standardwerte reichen von rund 40 bis 61 Metern.Q3 Welche Bauform in Kärnten kommt, ist offen.

Was bedeutet das für Netzraum Kärnten?

Belegte Fakten

Wie hoch sind die Strommasten der 380-kV-Leitung?

Das liegt uns nicht vor: Die APG legt die Abmessungen erst mit den Einreichunterlagen und der Detailkonstruktion fest.Q1 Der ORF nannte am 29.09.2025 nach der Präsentation der Grobtrasse 60 bis 90 Meter — ein Medienbericht, keine Projektunterlage.Q4 Auf denselben Masten soll die 380-kV-Leitung mit zwei Stromkreisen laufen, dazu eine mitgeführte 110-kV-Leitung.Q6 Ob das die Höhe treibt, muss die UVE beantworten.

Wie viele Masten werden in Kärnten gebaut?

Auch das steht nicht fest: Die APG legt die Maststandorte erst in den kommenden Monaten fest; für keine der kursierenden Zahlen liegt eine Projektunterlage vor.Q7 Dagegen steht der Abbau von rund 140 Kilometern alter 110-kV-Leitungen.Q9 Eine Mastbilanz ergibt das nicht: Ohne Standorte hat keine Seite eine Zahl. Bei den Fundamenten dasselbe — die APG nennt nur die Bauart, keine Grundfläche.Q8

Position von LKoS

Unsere Forderung

Dieser Abschnitt ist eine Forderung des Vereins, keine Wiedergabe geltenden Rechts.

Forderung des Vereins, keine Wiedergabe geltenden Rechts. Fassung zur Freigabe durch den Vorstand.

LKoS fordert, Mastbilder, Masthöhen und Maststandorte mit den Einreichunterlagen offenzulegen — nicht erst in der Detailkonstruktion. Früh genug, dass Betroffene sie während der Auflagefrist prüfen können. Wer nicht weiß, wie hoch der Mast wird und wo er steht, kann nicht einwenden, was ihn trifft.

Was Sie jetzt tun können

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Verwandte Begriffe

Quellen

  1. Stufe 1APG: Vorhabenskonzept Netzraum Kärnten, Beilage zum Antrag auf Bewilligung von Vorarbeiten gem. § 5 StWG 1968, Wien, September 2024, Kap. 7.2 „Maste", Dokumentseite 6 (PDF-Seite 7 von 8), abgerufen 06.08.2026. Wortlaut: „Das Mastbild, sowie die geometrischen Abmessungen werden im Rahmen der Ausarbeitung der Einreichunterlagen und im Rahmen der Detailkonstruktionen (inkl. Statik etc.) final festgelegt." Selbst am PDF gelesen 11.08.2026, neu eingetragen in daten/faktenblaetter/batch01.csv, Zeile 46 (Status belegt). Bezugsbedingung: Stand des Vorarbeitenantrags September 2024.quellen/APG_Netzraum-Kaernten-Vorhabenskonzept_2026-08-06.pdf
  2. Stufe 2Oswald, B. R. (Institut für Energieversorgung und Hochspannungstechnik, Universität Hannover): „380-kV-Salzburgleitung — Auswirkungen der möglichen (Teil)Verkabelung des Abschnittes Tauern–Salzach neu", Gutachten im Auftrag der Energie-Control GmbH Wien, Hannover, 27.12.2007, 79 S.; Kap. 6.1, S. 33 (Tragmast/Abspannmast/Winkelabspannmast) und Kap. 8.3, S. 48 samt Bild 4.1, S. 7 (Donaumast als Standardausführung einer 380-kV-Doppelleitung). Selbst am PDF gelesen 11.08.2026, neu eingetragen in daten/faktenblaetter/batch01.csv, Zeilen 43 und 45 (Status belegt). Bezugsbedingung: deutsches Hochschulinstitut, Gegenstand ist die Salzburgleitung — keine Aussage über die für Netzraum Kärnten gewählte Bauform.quellen/EControl_Gutachten-Teilverkabelung-Salzburgleitung_2026-08-06.pdf
  3. Stufe 2netzausbau.de (Bundesnetzagentur / Bundesamt für Naturschutz): übliche Masthöhen in Deutschland — Einebenenmast rund 40 m, Donaumast rund 54 m, Tonnenmast rund 61 m; Traversenbreiten Donaumast rund 32 m, Einebenenmast rund 45 m. daten/faktenblaetter/batch01.csv, Zeile 31 (Status belegt), Zahlenregister Nr. 59. Deutsche Standardwerte, weder Rechts- noch Planungsvorgabe in Österreich und nicht auf Netzraum Kärnten übertragbar — im Text als deutsche Werte gekennzeichnet. Der Artikel verwendet aus dieser Quelle nur zwei Angaben: die Spanne „rund 40 bis 61 m" (verbindlicher Wert nach Zahlenregister Nr. 59) und den Tonnenmast als höchste der drei Standardbauformen. Der Vergleich mit der berichteten Kärntner Spanne geht deshalb über den Tonnenmast, nicht über den Donaumast — mit rund 54 m läge dieser unter der Untergrenze von 60 m, ein Satz „höher als jede deutsche Standardbauform" wäre für die gesamte Spanne widerlegbar und steht daher nicht im Text. Die Einzelwerte je Bauform und die Traversenbreiten sind hier bewusst nicht verwendet. Herausgeberangabe, Veröffentlichungsdatum und Abrufdatum sind nicht erhoben, PDF-Sicherung ausständig (offener Punkt 3).
  4. Stufe 3ORF Kärnten, 29.09.2025, nach der APG-Präsentation der Grobtrasse: Masthöhen 60 bis 90 m für Netzraum Kärnten. Zahlenregister Nr. 5 (Status belegt, Stufe 3), daten/faktenblaetter/batch01.csv, Zeile 32. Stufe 3 belegt nur, dass diese Angabe so berichtet wurde — der Text schreibt sie deshalb dem ORF-Bericht zu und stellt ihr den Befund aus Q1 voran. Beitragssicherung in quellen/ ausständig (offener Punkt 4).
  5. Stufe 2Oswald (E-Control-Gutachten Salzburgleitung, 27.12.2007), Kap. 5.5, S. 23: „Zur Vermeidung von Blitzeinschlägen auf Freileitungen werden diese mit Erdseilen, die wie Blitzableiter wirken, auf der Mastspitze ausgerüstet." Selbst am PDF gelesen 11.08.2026, neu eingetragen in daten/faktenblaetter/batch01.csv, Zeile 44 (Status belegt). → quellen/EControl_Gutachten-Teilverkabelung-Salzburgleitung_2026-08-06.pdf
  6. Stufe 1APG: Vorhabenskonzept Netzraum Kärnten (September 2024), Kap. 1 „Vorhabensbeschreibung", Dokumentseite 2 (PDF-Seite 3 von 8): „Bau einer zweisystemigen 380-kV-Freileitung zwischen UW Lienz und UW Obersielach" samt „Mitführungen bzw. Mitführungsabschnitten von einer ein- oder zweisystemigen 110-kV-Leitung auf dem Gestänge der 380-kV-Freileitung"; Kap. 7.1 „Betriebsdaten", Dokumentseite 6: Nennspannung 380 kV, Nennspannung Mitführung 110 kV. Selbst am PDF gelesen 11.08.2026, neu eingetragen in daten/faktenblaetter/batch01.csv, Zeile 48 (Status belegt). Belegt ist die Führung auf demselben Gestänge, nicht eine Ursache für die Masthöhe — der Text verknüpft beides deshalb nicht, sondern verweist die Frage an die UVE. Die Gesamtzahl „vier Systeme" (Zahlenregister Nr. 7) ist an dieser Fundstelle nicht belegt; für die 110-kV-Mitführung nennt das Vorhabenskonzept „ein- oder zweisystemig", der Text nennt sie deshalb ohne Systemzahl. → quellen/APG_Netzraum-Kaernten-Vorhabenskonzept_2026-08-06.pdf
  7. Stufe 1APG, Projektseite Netzraum Kärnten, Meilenstein 02.07.2026: „In den kommenden Monaten folgen die Maststandorte und Zufahrten sowie weitere Detailuntersuchungen und die Ausarbeitung der Feintrasse. Ende des Jahres wird diese bei regionalen Infomessen präsentiert." Zahlenregister Nr. 21 (Status belegt), daten/faktenblaetter/batch01.csv, Zeile 20. → quellen/APG_Netzraum-Kaernten-Projektseite_2026-08-06.txt
  8. Stufe 1APG: Vorhabenskonzept Netzraum Kärnten (September 2024), Kap. 7.3 „Fundierung", Dokumentseite 6 (PDF-Seite 7 von 8): „Die Fundierung wird in Form von Einzel- oder Blockfundamenten, gegebenenfalls mit Pfählen – entsprechend den statischen Erfordernissen – erfolgen." Eine Grundfläche wird nicht genannt. Selbst am PDF gelesen 11.08.2026, neu eingetragen in daten/faktenblaetter/batch01.csv, Zeile 47 (Status belegt). Der Nullbefund zur Grundfläche bezieht sich auf dieses Dokument, nicht auf sämtliche Äußerungen der APG.quellen/APG_Netzraum-Kaernten-Vorhabenskonzept_2026-08-06.pdf
  9. Stufe 1APG, Projektseite Netzraum Kärnten, FAQ „Wo wird die tatsächliche Trasse verlaufen?": „…wobei man in Summe 140 km alte 110-kV-Leitungen demontieren wird", sowie Faktenbox „ca. 140 km — Demontage der 110-kV-Leitung". Zahlenregister Nr. 7 (Status belegt), daten/faktenblaetter/batch01.csv, Zeile 5. Selbst am gespeicherten Volltextabzug gelesen 11.08.2026. Bezugsbedingung: Kilometer Leitungslänge, keine Masten und keine Flächen — wo diese Kilometer liegen, ist nicht ausgewiesen. → quellen/APG_Netzraum-Kaernten-Projektseite_2026-08-06.txt

Stand: 2026-08-11 · Geprüft am: — · Geprüft von: —
Entwurf. Die Gegenprüfung nach dem Vier-Augen-Prinzip steht noch aus; ohne sie geht der Artikel nicht online.